Alles muss raus!

Mit 3,5 kg nach Beijing


Größere Kartenansicht

Falls alles hier etwas holprig klingt, ich habe leider nur 30min zum Schreiben, dann muss ich Fleugzeug… Die Tastatur funktioniert auch nicht so richtig und wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten…

Einen Tag vor Abflug, Jia meine Chinesisch-Lehrerin rief mich an und fragte, ob ich noch etwas Platz für Schokolade hätte (Chinesen lieben Schokolade aus dem Ausland speziell die aus Deutschland). Ich meinte ja und rechnete mit 3-4 Tafeln – schleppen musste ich wenig später 3,5kg Schokolade. Jia, dafür gibt es die erste Stunde gratis(?) 😉

Angekommen bin ich trotz allem ganz gut, wenn man mal davon absieht, dass ich wegen einer, auf den nächstgelegen Sitzen befindlichen, hyperaktiven chinesischen Schulklasse nicht wirklich schlafen konnte. Die 3,5kg konnte ich glücklicherweise am Flughafen an eine Freundin von Jia, Li Hui weitergeben. Sie begleitete mich noch mit dem Airport-Express bis in die Innenstadt, wo sie mir ein Taxi zum Hostel besorgte und sich damit unsere Wege wieder trennten.

Im Hostel angekommen, versuchte ich meinen irrwitzigen Plan, Tianmen und die Verbotene Stadt zu besichtigen, umzusetzen. Also borgte mir ein Fahrrad im Hostel und fädelte mich in den chaotischen Verkehr der Hauptstadt ein. Auf dem Stadtplan sah alles etwas kurz aus, im realen Leben waren beide Sehenswürdigkeiten nicht eben mal um die Ecken sondern etwa 4-5 km entfernt. Auf den Tianmen konnte ich mich nicht durchschlagen, konnte aber von der anderen Strassenseite die grosse Steinwüste mit dem Mao-Mausoleum sehen – schien nicht sehr spannend, weshalb ich mich auch nicht über die extrem verstopfte Strasse wagte. Gut, Tianmen abgehakt, weiter zur Verbotenen Stadt, die gleich gegenüberliegt. Hier gibt es wesentlich mehr zu sehen, jedenfalls mehr als in einer Stunde zu schaffen ist, denn die Tore schlossen schon eine Stunde später um 16:30Uhr. Also wieder zurück zum Hostel, wo sich langsam der Jet-Lag bemerkbar machte.

Nach einem Spaziergang durch den umliegenden Hutong fallen dann endgültig die Augen zu – Bettruhe, denn am nächsten Tag geht’s zur grossen Mauer.

Die „grosse-Mauer-Tour“ hatte sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wesentlich frischer ging es mit etwa 20 Leuten (Australier, Engländer, Franzosen und mit mir 3 Deutsche) per Bus zur besagten Stelle. Trotz meines sagenhaft grauenvollen Englisch, konnte ich mich sehr gut mit Martin und Nicki anfreunden. Wir sprachen über erlebtes und kommendes während wir das 6km lange Teilstück der Mauer teils erklommen, teils bewanderten. Einige Stellen der Mauer wurden nachweislich vor kurzem restauriert, zu mindestens hatte man es versucht. Einige Teilstücke wurden oder werden anscheinend dem Verfall preisgegeben, begehbar waren diese Teile anscheinend nicht mehr. Der Rest, ganz gut erhalten, bietet eine sehr schöne Tour mit Ausblick.

Am Abend zurück im Hostel verabrede ich mich mit Louis, Juge und Elizabeth zum Spaziergang auf dem Donghuaman-Nachtmarkt. Hier kann man fast alles kaufen, was des Touristenherz von Chinesischer Küche erwartet –  am Spieß gibt es: Schlangen, Skorpione, Heuschrecken, Kalmare, Zikaden, süßes uns saures. Selbstredend zu Touristen-Preisen, aber kann handeln. – trotzdem noch zu teuer (15Y für eine Schlange und eine Schlangenhaut am Spieß)… Ich gönne mir einen Zikaden-, Skorpionen- und Schlangenspiess. Der Geschmack ist nicht die Welt aber man könnte es in der Not essen. Schlangenhaut frittiert kann ich nicht empfehlen, die ist wirklich zäh und kaum zu beisen…

Den Abend lassen wir gemütlich in einer kleinen Bar um die Ecke ausklingen. Eventuell treffe ich einen der drei später in Kunming wieder – wir werden sehen.

Insgesamt muss ich sagen, die Chinesen sind ein freundliches Völkchen, aber manchmal etwas etwas zu schnell in der Aussprache. Ich mit meinen paar Bröckchen Chinesisch hatte in den zwei Tagen ziemlich viel zu kämpfen, vor allem, wenn mir auf meine mühsam zusammengebastelte Frage ein mächtiger Wortschwall entgegenkam, aus dem ich nur teilweise wirklich schlau wurde – aber ich habe es ja nicht anders gewollt 🙂 es kann nur besser werden. Ich bemühe mich aber und die Barbedienung hier Hostel zum Beispiel, freute sich immer meine Sätze entschlüsseln zu dürfen – wir hatten jedenfalls ziemlich viel Spass damit. (Jia – ZOV kann man auch mal weglassen – aber leider nicht immer)  :-)) Ich bin gespannt wie ich mich in den nächsten Wochen durchschlagen kann…

so weit erst mal…