人山人海的 – ein Meer aus Menschen – Wangfujingdajie 01. Oktober Feiertag

Nach dem ich mich ein wenig in der Nähe von Dongzhimen verlaufen hatte, musste ich dann doch noch auf ein Taxi zurückgreifen. Das Hostel erreichte ich deswegen und auf Grund meines späten Fluges von Guilin nach Beijing erst Nachts um 2:00 Uhr.
Das Hostel war zwei Wochen vorher gebucht und trotz Nationalfeiertag ziemlich billig (60 Yuan). Vor Ort wurde mir auch klar warum. Ich möchte mich hier nicht weiter über die Sahitäranlagen auslassen. Ich musste zum Glück nur eine geruchsintensive Nacht dort verbringen – das bisher schlechteste Hostel auf all meinen Reisen…
Der letzte Tag brach an und ich beging den Fehler mich für die Besorgung von Mitbringseln zur größten Einkaufsmeile in Beijing zu begeben – der Wangfujing Dajie. Nach dem um 10:00 Uhr die Geschäfte öffneten, schien es, als wenn sich mit einem Mal ganz Beijing entschlossen hätte, heute doch einfach mal genau hier, ein klein wenig spazieren und einkaufen zu gehen. Ich befand mich plötzlich in einem „renshan renhaide“ (人山人海的 – einem Meer aus Menschen). Um von MC Donalds zu meiner U-Bahn in der Wangfujing Dajie Station zu gelangen, eine Strecke die man normalerweise in 1 min zurücklegt, benötigte ich im menschlichem Gegenstrom etwa 10 min. Einmal durchgekämpft, ging aber alles, dank sehr guter Organisation der Massen seitens der U-Bahnbetreiber, recht schnell. Hier könnten sich die Deutschen mehrere Scheiben abschneiden. Ich fand allgemein auch sehr gut, wie man in China Zugfahrten regelt. Ohne Karte, ist es eigentlich nicht mehr möglich einzusteigen, da die Karten erst 10-14 Tage vor Abfahrt des Zuges zum Verkauf freigegeben werden und vorgebucht werden müssen. Der Bahnsteig wird etwa 15-20 min vor Abfahrt für die Reisenden geöffnet. Nach Öffnung stürmen meist mehrere hundert Menschen zu ihrem Abteil bzw. Platz. Trotzdem schaffen es alle rechtzeitig. Sehr selten passiert es, dass ein Zug zu spät kommt oder gar ausfällt.

Sogar der Rückflug nach Deutschland gestaltete sich recht angenehm und drei Tage später, schien es schon so, als wenn ich die gesamte Reise nur geträumt hätte. Erkältung und Magenprobleme (nicht mitgebrachte) ließen mich schnell wieder an das deutsche Wetter und Essen gewöhnen. Schade schon vorbei. Aber einige Reisende, die ich traf und die schon länger als ein Jahr unterwegs waren, inspirierten mich zu neuen Abenteuern. Vielleicht bin ich ja recht bald wieder in China und Umgebung…