Daniel, Falk und ich beschlossen schon heute zum Basislager Tampopaxi auf 3.750m aufzubrechen, um keine Zeit für die Akklimatisierung zu verlieren. Gegen Mittag hatten wir unsere Zelte aufgeschlagen.

Von hier aus wurden alle weiteren Ausflüge, die für unsere Akklimatisierung notwendig waren, geplant. Das Hostel Tampopaxi lag in einer weiten Ebene am Fuße des Cotopaxi, nach allen Seiten hin von weiter, hügeliger Landschaft umschlossen. Kilometerweit war keine Menschenseele zu sehen.
Das Hostel selbst hatte sich auf Gäste spezialisiert, die von dort aus die Besteigung des Cotopaxi in Angriff nehmen wollten. Die abgelegene Lage schien aber dem Personal etwas zu Kopf gestiegen zu sein, denn wir Camper waren weniger herzlich willkommen, als die Gäste mit Vollpension im Gästehaus. Obwohl wir im hauseigenen Bereich jeweils bezahltes Frühstück und Abendbrot zu uns nahmen, wurde uns nur teilweise der eigentliche Service gewährt. Das in dieser Höhe sehr notwendige Wasser, gab es nur in kleinen Rationen, nicht ausreichend z.b. für die Besteigung des Cotopaxi. Mehr als maximal zwei Liter gab es nicht, und dass, obwohl wir immer wieder anboten das Wasser bezahlen zu wollen. Oft kam das Wasser aus einem großen, schon etwas braun gewordenen Kanister und schmeckte entsprechend muffig schal, im Gegensatz zu dem, welches andere Gäste vorgesetzt bekamen. Wir schienen aber auch nicht die ersten mit diesem Problem zu sein, auf Tripadvisor gab es schon ähnliche Berichte.
Im Laufe des ersten Tages hatten wir noch einmal etwa 300 Höhenmeter überwinden können, um die roten Blutkörperchen für die Übernachtung in 3.750m ausreichend zu stimulieren.